Die Reisen des Jahres 2025


17.10.2025 - 25.10.2025

Wien (1.701 km)

In der Vergangenheit wurde uns wiederholt empfohlen, einmal nach Wien zu fahren. Alle waren begeistert von der Hauptstadt Österreichs. Auch Bilder, die wir sahen, machten uns neugierig. 

Da auch die Wetteraussichten eindeutig für die einzige Millionenmetropole der Alpenrepublik Österreich sprachen stand fest, dass wir Wien aufsuchen.

Aufgrund der Entfernung von mehr als 800 Kilometern planten wir, die Strecke mit einer Übernachtung zurückzulegen. Am Freitag starteten wir nachmittags und fuhren in den Abend hinein. Da wir staufrei reisen konntenlegten wir mehr als 500 Kilometer zurück und suchten uns in Vilshofen an der Donau eine ruhige Ecke für die Nacht.

Am nächsten Morgen schnell noch frische Brötchen besorgt, gemütlich gefrühstückt - und weiter ging die Reise. Noch 300 Kilometer Reise lagen vor uns.

Bis zur deutsch-österreichischen Grenze waren es noch 50 Kilometer, die zügig zurückgelegt waren. Aber auch die Fahrt auf der österreichischen Autobahn verlief stress- und staufrei und wir erreichten Wien bereits am frühen Nachmittag. Wir hatten vorsorglich eine Reservierung auf dem im Süden Wiens liegenden Stellplatz in der Perfektastraße vorgenommen.

Nachdem wir das Fahrzeug abgestellt hatten, war der Tag noch jung. Schnell stand fest, dass wir den Tag noch für einen ersten Besuch in der Wiener Innenstadt nutzen wollten. Es bot sich an, die nahegelegene U-Bahn für den Transfer in die City zu nutzen. Wir erwarben eine Wochenkarte für die Öffis, die nochh nicht einmal 20 Euro kostete.

Zuerst steuerten wir den Karlsplatz an. Dort begann dann unser Fußmarsch zu den ersten Sehenswürdigkeiten. Die Oper, die Hofburg, das berühmte Hotel Sacher und der Stephansdom lagen auf unserem Weg. Unglaublich, wie voll die Stadt an diesem Samstag war. 

Als sich dann allmählich die Sonne zurückzog, machten auch wir uns wieder auf den Weg in Richtung Wohnmobil.

Für Sonntag war sonniges Wetter vorhergesagt. Wir entschieden, den Tag für einen Besuch des Schlosses Schönbrunn zu nutzen.

Dort angekommen, stellten wir fest, dass auch jede Menge andere Menschen den Tag für einen Besuch des Schlosses nutzen. Allerdings verteilte sich die Menschmasse auf den riesigen Schlosspark, der so einige Sehenswürdigkeiten boten.

Nachdem wir den Park einmal "erobert" hatten, ging die Tour weiter. Wir hatten natürlich noch Ziel: Den Prater und das Hundertwasser-Haus wollten wir noch aufsuchen. Mit U-Bahn und S-Bahn waren die Strecken schnell überwunden. Dennoch mussten wir noch einige Kilometer zu Fuß zurücklegen, sodass wir an diesem Tag auf 15 Kilometer kamen.

Irgendwann "rauchten" dann die Füße und wir entschieden, uns wieder auf den Weg zum Stellplatz zu machen.

Am Montag hieß es früh aufstehen! Wir hatten den Tipp erhalten, dass  sich ein Besuch des Wiener Rathauses besonders lohnen würde. Der Haken: Um mittags um 13 Uhr an der Führung teilnehmen zu können, muss man bereits um 8 Uhr in der Stadttouristik sein, um dort die kostenlosen und auf die Menge von 50 beschränkten Tickets zu bekommen.

Die Zeit bis zum Mittag überbrückten wir zunächst mit einem Spaziergang - das von uns ausgesuchte Café für das Frühstück machte erst um 9 Uhr auf. Nach dem Frühstück hatten wir ja immer noch Zeit, die wir fü einen Spaziergang in die Innenstadt nutzten. Dort besuchten wir die nahe der Oper gelegene Kapuzinergruft, in der die Gebeine der Habsburger beigesetzt sind. Was waren das teilweise für mächtige Sarkophage! Der der Kaiserin Maria Theresia war gefühlt so groß wie unser Wohnmobil.

Natürlich behielten wir die Uhr im Blick und waren mittags pünktlich im Rathaus. Man spricht bei diesem Bau vom "neuen Rathaus", welches in der Zeit von 1872 bis 1883 erbaut wurde. Dieses prachtvolle Gebäude hat mehr als 1.500 Räume, und damit mehr als das Schloss Schönbrunn.

Im Rahmen der Führung gelangten wir auch in den Ballsaal, der mit den Maßen 79 Meter Länge, 19,5 Meter Breite und 17 Metern Höhe einer größten in Wien ist. Auch den Plenarsaal des Wiener Gemeinderats und des Landtags besichtigten wir. In ihm hängt ein drei Tonnen schwerer Leuchter.

Nachdem wir dann einige Stunden und zwanzig Kilometer durch die Stadt gelaufen sind, waren wir dann doch ein wenig erschöpft. Wir suchten die nächste U-Bahn-Station auf und ließen uns dann wieder Richtung Wohnmobil "schaukeln".

Dienstags holten wir dann einmal die Fahrräder aus der Heckgarage. Unsere Komoot-App hatte einen Streckenvorschlag gemacht, der uns zunächst durch die östlichen Vororte Wiens führte. Letztlich erreichten wir die Donau, die wir ein gutes Stück aufwärts fuhren. Dann ging es durch die östlichen Bezirke in Richtung Wienerberg, südliche der Innenstadt.

Gegen Ende der Rundfahrt merkten wir, dass Wien im Vergleich zu unserer Heimat erheblich weiter im Osten liegt - es wurde recht früh dunkel. Allerdings erreichten wir noch vor dem Sonnenuntergang den Stellplatz.

Auch für den Mittwoch hatten wir uns natürlich noch ein Programm zurechtgelegt. Programmpunkt 1: Ausschlafen! Programmpunkt 2: Gemütliches Frühstück! Programmpunkt 3: Besuch des Wiener Zentralfriedhofs!

Der Friedhof ist über die Grenzen Wiens hinaus bekannt. Auf ihm sind viele Berühmtheiten beigesetzt worden. Den Weinern sagt man nach, dass sie ein ganz besonderes Verhältnis zum Tod haben und ganz natürlich mit diesem Thema umgehen. Wer sich darüber informieren möchte, kann das auf dem Gelände des Friedhofs befindliche Friedhofsmuseum besuchen - was wir natürlich auch machten.

Nachdem wir Falco, Kurt Waldheim, Johannes Brahms, Mitglieder der Strauss-Dynastie, Beethoven und zahlreiche andere dort Beigesetzte besucht hatten, fuhren wir wieder in die Innenstadt.

Wir hatten zwar den Stephansdom bereits von außen betrachtet (und von oben), diesmal schauten wir aber auch mal in das mächtige Gebäude hinein.

Zum Abschluss des Tages - es dämmerte bereits - fuhren wir dann noch mit der U-Bahn zum UN-Center auf der Donauinsel. 

Am Donnerstag nahmen wir Abschied von Wien. Wir machten uns wieder auf den Weg Richtung Heimat. Für uns stand aber fest, dass wir eines Tages noch einmal nach Wien fahren werden.

Wir planten, bis nach Stein bei Nürnberg zu fahren, da wir den Freitag für einen Tag in der dortigen Kristall Therme nutzen wollten.

Kaum waren wir wieder in Deutschland, fing es an zu regnen. Allerdings erreichten wir Stein am frühen Abend nach einer staufreien Fahrt.

Direkt neben der Therme fanden wir einen Parkplatz, auf dem wir die Nacht auf Freitag verbringen konnten.

Unsere Entscheidung, den Freitag für den Thermenaufenthalt zu nutzen, war angesichts des Wetters goldrichtig. Vormittags zog ein Regenschauer nach dem anderen über die Region. Um so mehr Spaß machte der Aufenthalt in der Therme. 

Die Therme hat sehr viele Saunen - innen wiw außen. Da ist sicherlich für jeden etwas dabei. Am späten Nachmittag hatten wir genug geschwitzt. Wir verließen die Therme und machten uns wieder Reisebereit. Wir wollten am späten Nachmittag noch ein paar Kilometer zurücklegen und einen Stellplatz aufsuchen, um eine Entsorgungsmöglichkeit zu haben. So steuerten wir den Stellplatz in Neustadt an der Aisch an.

Der Stellplatz war voll belegt, wir konnten uns für die Nacht jedoch auf dem angrenzenden Festplatz stellen.

Am Samstag wollten wir dann noch in das Wertheim Village fahren. Vorher schauten wir uns allerdings noch Neustadt an, was wenig Spaß machte, da es kalt und regnerisch war. 

Nach unserem Bummel in Neustadt ging es weiter nach Wertheim in das Outlet. Das war die letzte Station unserer Herbstreise 2025. Noch am späten Nachmittag setzten wir die Heimfahrt fort und wir erreichten unser heim wieder wohlbehalten.

Ein allerdings stand für uns bereits bei der Abreise von Wien fest: Wir werden irgendwann noch einmal nach Wien reisen!